Das Wurzelgemüse führt in der öffentlichen Wahrnehmung ein eher tristes Dasein - zu Unrecht. Denn die verschiedenen Knollen und Rüben haben es in sich und sind wahre Vitaminbomben. Als Wurzelgemüse bezeichnet man den unterirdischen, nährstoffreichen Pflanzenteil, welcher sich zu einer Knolle oder auch zu einer Zwiebel entwickelt. Diesen Teil nennt man auch Rhizom. Der Begriff Wurzelgemüse ist umgangssprachlich (von Gastronomie und Handel geprägt) und im engsten Sinne kein botanisch korrekter Begriff.

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Schon in der Steinzeit beliebt

Es zählt zu den ältesten Lebensmitteln auf unserem Planeten! Schon unsere Vorfahren in der Steinzeit haben sich von Möhren, Pastinaken und anderen Wurzelgemüsearten ernährt. Es war eine überlebenswichtige Nährstoffquelle und Nahrungsgrundlage.

Woher kommen die knalligen Farben?

Im Laufe der Zeit hat es sich trotzdem stark verändert. Waren die Wurzeln ursprünglich eher dünn und kaum farbig, wurden sie im Mittelalter durch gezielte Züchtung dicker und nährstoffreicher. Grund hierfür war die wachsende Bevölkerung und die damit verbundenen gesteigerte Nachfrage. Viel später, erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts, kamen dann auch noch die knalligen Farben hinzu. Noch unsere Großeltern nannten beispielsweise Möhren überwiegend “gelbe Rüben”. Erst ab den 1960ern bekam sie durch gezielte Züchtung ihre markante orange-rote Farbe.

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Warum hat Wurzelgemüse einen unterschätzten Ruf?

Viele Jahrhunderte war es ein Essen für die arme Bevölkerung. Besonders in und nach den beiden Weltkriegen waren Wurzelgemüse wie Steckrüben, Kohlrüben oder Kartoffeln oftmals das einzige, was es zu Essen gab. Aus diesem Grund wurden viele Wurzelgemüse beinahe ganz vergessen und von anderen Gemüsesorten gänzlich verdrängt.

Was macht Wurzelgemüse so gesund?

Die Rüben und Knollen sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Natrium und Magnesium. In den Knollen und Wurzeln konzentriert die Pflanze alle wichtigen Mineralien und Inhaltsstoffe. Da viele Wurzelgemüsearten erst im zweiten Jahr erntereif sind, lagern sich in den Knollen die gesunden Inhaltsstoffe ab. Auch ist der Wasseranteil des Wurzelgemüses sehr viel niedriger als bei Blattgemüse, weshalb Wurzelgemüse einen sehr hohen Anteil an Vitaminen und Spurenelementen aufweist.

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Zartes Chimichurri-Rindersteak mit herbstlichem Wurzelgemüse

Der Herbst hat uns zu diesem wundervollen Rezept inspiriert. Rindersteak mit herbstlich-buntem Wurzelgemüse und einem Chimichurri aus fein gehackten roten Zwiebeln, Petersilie und Basilikum.

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